Mental Health - Daten & Fakten
Mental Health – ein Thema der Jugend?
Nach Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage sind depressive Episoden der häufigste Grund für berufliche Fehltage. Neben beruflichem oder privatem Stress können depressive Verstimmungen auch Folge von Einsamkeit und sozialer Isolation sein. Laut einer Umfrage leiden in Deutschland insbesondere jüngere Menschen häufig unter Einsamkeit: 43 Prozent der 14- bis 24-Jährigen und 46 Prozent der 25- bis 34-Jährigen gaben an, dass sich Einsamkeit und soziale Isolation negativ auf ihr psychisches Wohlbefinden auswirkt. Unter den 65- bis 74-Jährigen waren lediglich 16 Prozent dieser Meinung. Jüngere Menschen sind in Deutschland deutlich häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen. Im Jahr 2024 gaben 54 Prozent der jungen Erwachsenen an, unter einer psychischen Erkrankung wie einer Depression oder Angststörung zu leiden. Unter den 65- bis 74-Jährigen lag der Anteil dieser bei nur 15 Prozent. Während jüngere Generation vermehrt offen über das Thema Mental Health sprechen, wird es in älteren Generationen teils noch immer tabuisiert. Zwar möchten immer mehr Deutsche professionelle psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Die Wartezeiten für einen Therapieplatz sind jedoch lang und auch die Dunkelziffer derer, die ihre psychischen Probleme für sich behalten ist nach wie vor hoch.Männer versus Frauen – große Unterschiede zwischen den Geschlechtern
Geschlechterspezifische Rollenbilder suggerieren, dass Männer stark sein müssen und nicht über Gefühle oder Ängste sprechen sollen. Obwohl dieses Rollenbild mittlerweile als veraltet gilt, sprechen Männer nach wie vor deutlich seltener als Frauen über ihre psychischen Probleme. Infolge werden bei Männern psychische Erkrankungen seltener diagnostiziert als bei Frauen. So bekommen Männer beispielsweise nur etwa halb so oft die Diagnose einer Depression wie Frauen. Suizide und Suchterkrankungen sind dagegen bei Männern deutlich häufiger als bei Frauen. Zuletzt verstarben in Deutschland im Jahr fast 7.500 Männer infolge eines Suizids. Im selben Jahr betrug die Anzahl der Suizide bei Frauen rund 2.800 Selbstmorde und damit weniger als die Hälfte im Vergleich zu den Männern. Frauen neigen eher dazu, über ihre Gefühle und Probleme zu sprechen und suchen sich schneller professionelle Hilfe als Männer. Sie werden in Deutschland deutlich häufiger als arbeitsunfähig gemeldet aufgrund von psychischen Erkrankungen als Männer.Dem Thema Mental Health wird in Deutschland immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Insbesondere jüngere Generationen und Frauen sprechen häufig offen über ihre eigene psychische Gesundheit. Dennoch leiden immer mehr Deutsche unter psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen.
Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet kostenlose Beratung und Hilfe für erwachsene Menschen mit seelischen Problemen, psychischen Erkrankungen, in akuten Krisensituationen, bei Suizidgedanken, Suchtproblemen, altersbedingten seelischen Störungen und geistigen Behinderungen an, auch für Angehörige und das soziale Umfeld. Hier finden Sie Adressen von Sozialpsychiatrischen Diensten der verschiedenen Bundesländer.





































































