Veränderung des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Vorjahr bis 2025
Deutschlands Wirtschaft kommt nicht richtig in Schwung. Nach der Rezession in den letzten beiden Jahren ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt zwar gewachsen, allerdings nur in geringem Maße: Im Jahr 2025 war das BIP um 0,2 Prozent höher als im Vorjahr. In den beiden vorherigen Jahren ging die Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent und 0,9 Prozent zurück; dass die Wirtschaft in Deutschland zwei Jahre in Folge schrumpfte, kam zuletzt vor über 20 Jahren vor.
Leichtes Wachstum durch Konsum
Dass die Wirtschaft wieder leicht gewachsen ist, ist laut Statistischem Bundesamt insbesondere auf die gestiegenen privaten Konsumausgaben und der Konsumausgaben des Staates zurückzuführen. Außenwirtschaftlich befindet sich Deutschland weiter in einer schwierigen Lage, die höheren US-Zölle und stärker werdende Konkurrenz belasten die Exportwirtschaft. Die Exporte gingen im Vergleich zum Vorjahr weiter zurück. Auch die Investitionen sind erneut gesunken, sowohl die Investitionen in Ausrüstungen (wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) als auch die Bauinvestitionen.
Was ist das Bruttoinlandsprodukt?
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Es misst den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (Wertschöpfung), soweit diese nicht als Vorleistungen für die Produktion anderer Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Das Bruttoinlandsprodukt ist die zentrale Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.
Indikatoren zur Konjunktur
Mit dem Begriff Konjunktur ist die zyklische Entwicklung der Wirtschaft gemeint, also der Wechsel zwischen wirtschaftlich starken und schwachen Perioden. Die Konjunkturentwicklung in Deutschland lässt sich mit diversen Indikatoren messen; das Bruttoinlandsprodukt ist dabei von zentraler Bedeutung. Im Statistik-Report Konjunktur in Deutschland sind eine Vielzahl dieser Indikatoren (aufgegliedert in Frühindikatoren, Präsenzindikatoren und Spätindikatoren) sowie Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung zusammengestellt.









